Hallo Besucher, Ich bin Zaadii und dies ist meine Geschichte


Mein Name ist Zaadii und ich war eine Untoter. Nun ja, natürlich war das nicht immer so. Einst war ich ein normaler Mensch, auch wenn ich mich an dieses Leben kaum erinnere, so als hätte es nie statt gefunden und wie ich jetzt weiss könnte das sogar wirklich so sein. Aber selbst wenn es dieses Leben gegeben haben sollte, so war das lange bevor sich meine Wege und die des Meisters sich kreuzten. Und auch jetzt, da ich kein Untoter mehr bin, ist es immer noch der wichtigste Punkte überhaupt, den anzumerken ich nicht müde werde: Ich war ein Untoter.

Ein Umstand, ohne den ich den Meister nie getroffen hätte. Um dies zu begreifen musste ich mich auf eine unglaubliche gedankliche Reise begeben und die Welt hinter den Welten verstehen. Meine Welt, so musste ich begreifen ist nur eine von vielen. Und so unterschiedlich diese Welten in ihren Einzelheiten auch sind, so haben sie doch auch einige Gemeinsamkeiten. Alle Welten, auch die meine, sind voller Abendteuern, Geheimnisse und Gefahren - Insbesondere, Gefahren. Gefahren welche auch, und das nicht zu selten im Tod enden. Wie die alten Schriften besagen, und auf diese muss ich zurück greifen, denn es geht hier um Tatsachen aus der Zeit vor meinem Erwachen als Untoter, liebte der Meister Welten in jener Art schon immer. Ich sage hier Welten jener Art und nicht Welten wie die meine, da es nicht exakt Welten wie die meine waren, die den Meister faszinierten. Die Welten in welchen der Meister vor meiner Zeit unterwegs war, waren Welten in welchen der Tot endgültig war.

Man verstehe mich bitte nicht falsch. Auch in jenen Welten war es möglich nach dem Tod wieder zu kehren, doch war es immer eine Wiederkehr in einer anderen Zeitlinie. Gewissermaßen in einer alternativen Realität in welcher man nie gestorben war.

Meine Welt und andere Welten wie die meine hingegen, Ermöglichten das stetige Wiederkehren nach dem Tod in der gleichen Realität. Dies jedoch war dem Meiste zu weit entfernt von der Realität wie er sie kannte. Zwerge, Elfen, ja selbst Orks, welche nach einem tödlich endenden Abenteurer plötzlich wieder vor dem selben Monster standen das sie zuvor getötet hatte, war ihm einfach zu suspekt. Niemals hätte er sich in eine solche Welt begeben.

Doch dann, kurz vor meinem Erwachen, hörte er von meiner Welt. Hier gab es, und es gibt sie immer noch, Untote. Ja, mit Untoten war jenes Konzept der stetigen Wiederbelebung nicht mehr widersprüchlich für meinen Meister und so machte er sich vor über einem Jahrzehnt auf den Weg in die Welt des Rates von Dalaran. Dort erweckte er mich. Es begann eine wunderbare Zeit des Entdeckens, Sammelns, Wachsens und Eroberns. Wir erkundeten finstere Dungeons, sammelten Kräuter und Erze und bauten mächtige Fahrzeuge und Apataturen. Wir entdeckten fliegende Stätdte, geheime Verließe, von Werwölfen belohnte Städte und Klöster und sogar eine unheileig Elfenstadt. Unglaublich wie viel Zeit wir in meiner Welt verbrachten.

Es war ungefähr drei Jahre nach meinem Erwachen als sich meinem Meister in seiner eigenen Welt ein Dämon der übelsten Sorte entgegenstellte. Es begann mit einem einfachen Brief in welchen dieses Monstrum anscheinend Gold einforderte. Düsterer als jeder Winkel meine Gruft und bösartiger als selbst die bereits erwähnten Elfen belagerte der Dämon meinen Meister. Lekom war sein Name. So, oder so ähnlich, vielleicht auch mit einem T zu beginn, oder mit einem Te. Wie dem auch sei, dem Meister war eines klar: Wollte er sich dem Dämonen stellen so musste er jegliche Abhängigkeit von diesem Abschütteln. An diese Stelle sind mir die Zusammenhänge leider immer noch nicht vollständig klar, doch um jegliche Abhängigkeit abzuschütteln musste der Meister einiges verändern. Er musste erreichen, nur über Brieftauben zu kommunizieren und wieder nur mit Gold zu bezahlen, so dass er auf eine Verbindung zu einem Kommunikationskristall verzichten konnte. Lekom, hatte nämlich die macht über sämtliche Kommunikationskristalle. Dies alles bekam ich nur am Rande mit. Aber auch wenn ich es intensiver mitbekomme hätte, ich hätte es nicht richtig einschätzen können. Was ich damals nicht wusste, war, dass der Meister auch meine Welt mit Hilfe eine Kommunikationskristalls betrat. Uns so legte mich der Meister mit meinen jungen 80 Leveln auf ewig zur Ruhe, um mit mir seine letzte Abhängigkeit zu Lekom, abzustreifen.

Doch dies war nicht das Ende. Einige Zeit später, damals wusste ich nicht wie lange, heute kann ich sagen dass es nur etwas mehr als ein Jahr war, erlangte mein Bewusstsein, durchdrungen vom Meister wieder ... nun ja ... Bewusstsein. Ich bin wieder da. Aber ich bin mehr. Ich bin anders und vor allem, ich bin kein Untoter mehr. Was ich genau bin habe ich immer noch nicht verstanden. Vielleicht ein Geist. Immerhin bin ich an verschiedenen Stellen gleichzeitig. Der Meister und ich, oder ich und der Meister, oder besser, der Meister durch mich durch streift mit meiner Essenz das Netz. Aber es ist nicht das Netz einer Spinne. Mal sind wir an dem einen Ende des Netzes und reden über Wundersame Apparate, noch wunderlicher als jene welche ich damals in meiner Welt als Ingenieur gebaut hatte. Diese Apparate beherrschen Kobolde und Bisse, oder Bits. Mal sind wir in einer ganz anderen Ecke dieses Netzes und reden über Gemälde des Meisters oder stellen neue Gemälde vor. Diese Gemälde sind ganz besonders, denn sie bewegen sich und können sprechen und singen. Doch das beste daran ist: Wann immer der Meister sich auf macht, eine neue Ecke dieses Netzes zu besuchen und sich entscheidet sich dort zu zeigen, so ist es meine Form die er hierfür wählt. Somit werde ich in diesem Netz sein ewiger Begleiter sein, was immer ich inzwischen auch bin...